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Geschichte
der Zeitarbeit.

Geschichte der Zeitarbeit

Die Anfänge der Zeitar­beit in Deutsch­land gehen in die Zeit der 1920er Jahre zurück. 1922 regelte der Geset­zge­ber die bezahlte Ver­mit­tlung von Arbeit­skräften durch das Arbeit­snach­weis­ge­setz. Am 16. Juli 1927 wur­den etliche Teile dieses Geset­zes in das neue Gesetz über Arbeitsver­mit­tlung und Arbeit­slosen­ver­sicherung, kurz AVAVG, über­nom­men. Reich­spräsi­dent Paul von Hin­den­burg ver­an­lasste mit ein­er Notverord­nung am 6. Okto­ber 1931, dass die ver­mit­tel­nden Agen­turen die vollen Arbeit­ge­berpflicht­en übernehmen müssen. Während der Zeit des Nation­al­sozial­is­mus hat­te die Regierung das Monopol auf alle Ver­mit­tlungsak­tiv­itäten inner­halb dieser Branche. Somit war das ges­tartete Zeitar­beitsmod­ell aufge­hoben. Die heutige Struk­tur des Mod­ells bildete sich erst nach 1945 her­aus.
Fol­gende Dat­en verdeut­lichen weltweit den zeitlichen Ablauf:
1948
Durch die Erkrankung ihrer Sekretärin sind zwei Recht­san­wälte im US-Bun­desstaat Mil­wau­kee gezwun­gen, nach Ersatz zu suchen, und ent­deck­en die Nach­frage und die Möglichkeit­en, die sich hin­ter der Arbeit­skraftver­mit­tlung ver­birgt. Im sel­ben Jahr grün­den sie die erste Zeitar­beits­fir­ma Man­pow­er Inc.
1956
Die ersten Zeitar­beits­büros öff­nen ihre Tore auf dem europäis­chen Kon­ti­nent in Lon­don und Paris.
1962
In Ham­burg wird durch das Schweiz­er Unternehmen ADIA erst­ma­lig in Deutsch­land eine Nieder­las­sung gegrün­det. Die Bun­de­sanstalt für Arbeit sieht ihre Monopol­stel­lung bei der Arbeitsver­mit­tlung in Gefahr und stellt einen Strafantrag.
1967
In einem Muster­prozess wer­den in Karl­sruhe am 4.4.1967 durch das Bun­desver­fas­sungs­gericht die rechtlichen Grund­la­gen für die Zukun­ft der Per­son­alüber­las­sung in Deutsch­land gesichert. Damit ist die Arbeit­nehmerüber­las­sung for­t­an mit dem Recht der freien Beruf­swahl kom­binier­bar.
1972
In diesem Jahr wird das ‚Gesetz zur Regelung der gewerb­smäßi­gen Arbeit­nehmerüber­las­sung‘, kurz AÜG, ver­ab­schiedet und tritt in Kraft. Somit etabliert sich ein sozialer Min­destschutz für die Zeitar­beit­er. Inte­gri­ert in das AÜG ist die geset­zliche Erlaub­nispflicht für die Dien­stleis­tung ‚Zeitar­beit‘.
1982
Auf­grund etlich­er Rechts­brüche inner­halb dieser Branche tritt ein geset­zlich­es Ver­bot in Kraft, das die „Arbeit­nehmerüber­las­sung in Betrieben des Baugewerbes für Arbeit­en, die üblicher­weise von Arbeit­ern ver­richtet wer­den“ unter­sagt.
1985
Um die Attrak­tiv­ität von Zeitar­beit für Inter­essierte zu steigern, kommt es zu ein­er Erhöhung der bis dahin zuge­lasse­nen Ein­satz­dauer von Lei­har­beit­ern, u. z. wird die Zeit auf das Dop­pelte – von drei auf sechs Monate – aus­gedehnt.
1994
Neun Jahre später erfol­gt eine erneute Ausweitung der Über­las­sungs­dauer von einem hal­ben Jahr auf ein Dreiviertel­jahr. Die Bun­de­sanstalt für Arbeit muss ihr Allein­recht der Arbeitsver­mit­tlung abgeben und pri­vates, gewerb­smäßiges Recruit­ing ist for­t­an erlaubt.
1997
Mit ein­er erneuten Reform durch das AÜG kommt man den Zeitar­beit­ern ent­ge­gen, denn ab diesem Zeit­punkt kann die Über­las­sungs­dauer ein Jahr betra­gen.
2002
In diesem Jahr verze­ich­net man die erste Geset­zver­ab­schiedung für mod­erne Dien­stleis­tun­gen am Arbeits­markt.
2004
Durch die Revi­sion der Kon­di­tio­nen für die Arbeit­nehmerüber­las­sung kom­men in den sog. Hartz-Vorschlä­gen fol­gende Änderun­gen zus­tande:
- Das Lim­it für die Höch­stüber­las­sungs­dauer wird annul­liert.
- Das Syn­chro­ni­sa­tionsver­bot und die Wiedere­in­stellsperre wer­den abgeschafft.
- Eine Pflicht auf Gle­ich­stel­lung (equal treat­ment) der Zeitar­beit­nehmer mit den ver­gle­ich­baren Dauerbeschäftigten in einem Kun­den­be­trieb wird etabliert und somit ist geset­zlich geregelt, dass alle wichti­gen Arbeit­srah­menbe­din­gun­gen inklu­sive der Ent­loh­nung per Gesetz (equal pay) vere­in­heitlicht wer­den.
- Des Weit­eren wird vere­in­bart, dass die equal treat­ment-Regelung nur durch einen jew­eili­gen Tar­ifver­trag verän­dert wer­den kann. Das hat zur Folge, dass die Tar­if­parteien der Zeitar­beits­branche und später die Zeitar­beit­sun­ternehmen tar­i­fliche Beschlüsse fix­ieren und ver­wen­den.
2008
Das Europäis­che Par­la­ment nimmt sich dieses The­mas an und ver­ab­schiedet am 22. Okto­ber 2008 die EU-Richtlin­ie für Zeitar­beit, die unzäh­lige Bes­tim­mungen, Aus­nah­meregelun­gen und Begriffs­de­f­i­n­i­tio­nen enthält. Zu den bedeut­samen Aspek­ten gehören z. B. equal pay und equal treat­ment, die eine iden­tis­che Bezahlung und übere­in­stim­mende Arbeits­be­din­gun­gen der Zeit- und Stam­m­mi­tar­beit­er in ein­er Fir­ma gewährleis­ten sollen.
2011
Auf Ver­an­las­sung ein­er neuen AÜG-Reform wer­den im April u. a. notwendi­ge Angle­ichun­gen an die EU-Richtlin­ie intendiert. Beson­dere Aufmerk­samkeit erhält die Ein­führung ein­er all­ge­mein­verbindlichen Min­dest­lohn­gren­ze. Zwar muss bei einem divergieren­den Tar­ifver­trag die equal treat­ment-Richtlin­ie nicht einge­hal­ten wer­den, aber die Unter­gren­ze der Lohn­zahlung darf nicht unter­schrit­ten wer­den. Diese Rechtsverbindlichkeit des Bun­desmin­is­teri­ums für Arbeit und Soziales wurde auf den Vorschlag der Tar­ifver­tragsparteien hin sta­tu­iert. Ver­wiesen sei auf die sog. Drehtürk­lausel, die ver­hin­dern soll, dass Per­son­al ent­lassen und inner­halb der näch­sten sechs Monate nach Auss­chei­den als Lei­har­beit­skraft wieder im sel­ben Unternehmen zu schlechteren Bedin­gun­gen einge­set­zt wird.
2012
Mehrere Tar­ifvere­in­barun­gen in unter­schiedlichen Branchen­ver­bän­den wer­den verbindlich, weil die Angle­ichung der Zeitar­beit­nehmerge­häl­ter an das Lohn­niveau der Stam­m­mi­tar­beit­er (equal pay) von poli­tis­ch­er Seite gefordert wurde. Noch ist die Vere­in­heitlichung nicht für alle Beruf­szweige und Branchensek­toren been­det, soll aber zukün­ftig sukzes­sive erfolgen.

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