Zeitarbeiter, ja oder nein?

Was ist Zeitarbeit?

Die Zeitar­beit ist ein festes, ordentlich­es Arbeitsver­hält­nis. Alle Zeitar­beit­er sind als Mitar­beit­er bei der Zeitar­beits­fir­ma (dem Per­sonal­dien­stleis­ter) fest angestellt. Obwohl sie in wech­sel­nden Ein­sätzen bei ver­schiede­nen Kun­de­nun­ternehmen tätig sind.  Der Arbeit­ge­ber ist also das Zeitar­beit­sun­ternehmen. Der Mitar­beit­er erbringt seine Leis­tung aber in dem Unternehmen, welch­es seine Arbeit­skraft braucht und bei der Zeitar­beits­fir­ma bucht. 

Der Arbeitsver­trag beste­ht zwis­chen dir und der Zeitarbeitsfirma.

Für wen ist Zeitarbeit eine Alternative?

Die Zeitar­beit bringt Men­schen (zurück) in sozialver­sicherungspflichtige Jobs. Über 60% der Men­schen, die bei der Zeitar­beit anfan­gen, waren vorher arbeit­s­los oder langzeitar­beit­s­los. Zeitar­beit kann der Sprung zurück ins Arbeit­sleben sein. Zeitar­beits­fir­men helfen dabei. Eben­so prof­i­tieren von der Zeitar­beit Beruf­se­in­steiger, Beruf­sum­steiger und Jobwechsler. 

Was ist an den Vorurteilen dran, mit denen Zeitarbeit zu kämpfen hat?

Die Rep­u­ta­tion der Zeitar­beit und der Zeitar­beits­fir­men im All­ge­meinen hat sich inzwis­chen glück­licher­weise pos­i­tiv entwick­elt. Die mit den Gew­erkschaften vere­in­barten Tar­ifverträge, das Arbeit­nehmerüber­las­sungs­ge­setz und die Branchen­tar­ifzuschläge, haben sie dafür gesorgt, dass deswe­gen über­all offen­er mit der Zeitar­beit umge­gan­gen wird.

Zu Unrecht ist die Zeitar­beit lei­der jedoch teil­weise immer noch ver­pönt. Okay, es gab und gibt einige schwarze Schafe, aber die gibt es in jed­er anderen Branche eben­so. Oder etwa nicht?

Die Zeitarbeit hat viele Vorteile. Welche sind das?

Die Zeitar­beit dient ein­er­seits als Sprung­brett (zurück) ins Arbeit­sleben und ist ander­er­seits auch ein Türöffn­er in Unternehmen, in die man son­st vielle­icht keinen Zugang find­en würde.  Alle Arbeit­nehmer in der Zeitar­beit haben genau die gle­ichen Rechte wie alle anderen Arbeit­nehmer. Sie sind eben­falls unbe­fris­tet und sozialver­sicherungspflichtig angestellt sind. 

Der Unter­schied beste­ht in den wech­sel­nden Ein­sätzen, die es Arbeit­nehmern ermöglichen, viel Beruf­ser­fahrung inner­halb kurz­er Zeit zu sam­meln. Das kann beson­ders für Absol­ven­ten und Beruf­se­in­steiger über­aus reizvoll sein.

Sind Zeitarbeiter als Kollegen, Kollegen zweiter Klasse?

Kurzum: NEIN!

Es gibt abso­lut keinen Grund, sich als Mitar­beit­er zweit­er Klasse zu fühlen, denn du bist als Mitar­beit­er unbe­fris­tet und sozialver­sicherungspflichtig angestellt. 

Alle Zeitar­beit­nehmer haben die gle­ichen Rechte wie alle anderen Arbeit­nehmer auch, wie etwa beim Kündigungsschutz. 

Als Zeitar­beit­nehmer erhältst du einen Arbeitsver­trag mit Renten‑, Kranken‑, Arbeitslosen‑, Pflege- und Unfallversicherung. 

Eben­so bekommst du als Zeitar­beit­er bezahlten Urlaub und Lohn­fortzahlung im Krankheitsfall. 

Außer­dem hast du als Zeitar­beit­er eben­falls die Möglichkeit, an Weit­er­bil­dun­gen teilzunehmen. 

Nicht nur die Zeitar­beits­fir­men son­dern auch die Kun­de­nun­ternehmen haben gegenüber den Zeitar­beit­nehmern und der Stamm­belegschaft abso­lut die gle­iche Fürsorgepflicht.

Der Haup­tun­ter­schied beste­ht darin, dass dein Ein­sat­zort und das Unternehmen, indem du deine Leis­tung erbringst, immer unter­schiedlich ist. Wenn du dich gerne neuen Her­aus­forderun­gen stellst, soll­test du insofern über Zeitar­beit nachdenken. 

Die Unternehmen, die Zeitar­beit­er lei­hen, müssen dich als Zeitar­beit­nehmer, während du bei ihnen arbeitest, über freie oder frei­w­er­dende Arbeit­splätze informieren. Sodass du immer eine reelle Möglichkeit hast eine direk­te „interne Bewer­bung“ abgeben zu können.

Kontakte zu namhaften Firmen zu knüpfen und den „Klebeeffekt“ nutzen

Einen Job in einem namhaften Unternehmen zu bekom­men, ist oft nur mit viel Glück möglich. Namhafte Fir­men greifen jedoch sehr gern und immer wieder auf Zeitar­beit­er zurück. Sie sich­ern sich damit die Flex­i­bil­ität auch große Pro­jek­te stem­men zu kön­nen. Als Mitar­beit­er in ein­er Zeitar­beits­fir­ma kannst du in der Zeit, in der du an das Unternehmen entliehen bist, Kon­tak­te in dieses Unternehmen knüpfen. Oft wer­den diese Mitar­beit­er beson­ders gern von den Fir­men über­nom­men. Etwa wenn du dich durch gute Arbeit schon unent­behrlich gemacht hast. 

Das ist der so genan­nte „Kle­be­ef­fekt“. Mit Kle­be­ef­fekt ist in der Zeitar­beit gemeint, dass ein Arbeit­nehmer bei einem Arbeit­ge­ber, bei dem er momen­tan arbeit­et, als Mitar­beit­er „kleben“ bleibt. 

Wann ist Zeitarbeit für Arbeitnehmer eine gute Entscheidung?

Ob mit Aus­bil­dung, abgeschlossen­em Studi­um oder als Spezial­ist mit langjähriger Erfahrung, Die Zeitar­beit bietet dir als Ein‑, Um‑, Quer- oder Wiedere­in­steiger viele Perspektiven. 

Mit nur ein­er Bewer­bung hast du die vielfältig­sten Chancen. 

Schließlich beste­ht immer auch die Option auf Über­nahme durch das Kundenunternehmen.

Zeitar­beit ist abso­lut keine Einbahnstraße. 

Wiedereinstieg dank Zeitarbeit 

Ältere Men­schen haben ohne Zeitar­beits­fir­men mitunter kaum oder wenige Chan­cen, nach län­ger­er Arbeit­slosigkeit, wieder in ein festes Arbeitsver­hält­nis zu kom­men. Auch für alle die nach ein­er Auszeit z. B. der Pflege eines Ange­höri­gen oder nach der Elternzeit einen Wiedere­in­stieg pla­nen ist die Zeitar­beit eine gute Möglichkeit der beru­flichen (Neu) Orientierung.

Einstieg dank Zeitarbeit

Für Beruf­se­in­steiger, egal ob nach Schu­la­b­schluss, Aus­bil­dung oder Studi­um lohnt sich der Jobe­in­stieg über die Zeitar­beit. Während du auf diese Weise ver­schiedene Unternehmen in kurz­er Zeit ken­nen­ler­nen und wertvolle Beruf­ser­fahrung sam­meln kannst, wirst über die Zeitar­beits­fir­ma fair bezahlt. Dadurch ver­mei­dest du dich ein­mal (meist unbezahlt) von Prak­tikum zu Prak­tikum hangeln zu müssen.

Kein Bewer­bungsstress!

Der Bewer­bungsstress ent­fällt kom­plett, dank der Zeitar­beits­fir­ma bleibt er dir erspart. Die Per­sonald­ispo­nen­ten in Zeitar­beits­fir­men suchen aktiv nach Jobs für ihre Mitar­beit­er. Außer­dem prüfen die Zeitar­beits­fir­men die Arbeit­splätze vorab.

Ist die Zeitar­beit ein sicher­er Arbeitsplatz?

Zeitar­beits­fir­men sind sichere Arbeit­ge­ber. Wenn ein Unternehmen keine Arbeit mehr hat oder das Pro­jekt been­det ist, muss die Zeitar­beits­fir­ma dir einen neuen Auf­trag bzw. Job besorgen. 

Dabei bist du die gesamte Zeit über fest bei der Zeitar­beits­fir­ma angestellt. 

Last but not least:

Seit dem 1. April 2017 wurde, mit dem Inkraft­treten der neuen Reform des Arbeit­süber­las­sungs­ge­set­zes (AÜG), die Höch­stüber­las­sungs­dauer der Zeitar­beit­nehmer bei einem Kun­de­nun­ternehmen auf max­i­mal 18 Monat­en begrenzt. 

Gle­iche Bezahlung mit der Stamm­belegschaft- “Equal-Pay” tritt nach 9 Monat­en in Kraft. 

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